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"Kleine Welten"
Kunstbunker Tumulka zeigt Arbeiten von Fotodesign-Studenten der Fachhochschule
München
19 Studenten aus dem Studiengang Fotodesign der Fachhochschule München
haben sich im Rahmen eines Kunstprojektes zusammen-geschlossen: Unter
Leitung ihres Dozenten Franz Birkner zeigen sie Fotografien, Videos
und Installationen unter dem Titel "Kleine Welten".
Ab
15. November sind im Kunstbunker Tumulka die Arbeiten der Nachwuchs-Künstler
(7. Fachsemester) zu sehen, die von sehr persönlichen Annäherungen
bis hin zu abstrakt-begrifflichen Auseinandersetzungen mit dem Thema
"Kleine Welten" reichen. Abgekapselt durch fensterlose, dicke Mauern,
auf sechs Stockwerke in dem ehemaligen oberirdischen Luftschutzbunker
verteilt, erhalten die Arbeiten ihren Schutzraum, einen ureigensten
Ort für die Inszenierung der Gedanken.
Jeder
von uns definiert sich seine "Welt" mit einem anderen Begriff: Menschheit,
Erde, Ewigkeit - oder Weltraum als ein "die Erde umgebender Raum"? Der
Begriff "Welt" ist eng verbunden mit dem Verständnis des Menschen
von seiner Umwelt. Aus den mystischen Welten der Vergangenheit wurde
ein naturwissenschaftlich geprägtes Verständnis der Gegenwart:
Nicht mehr mystische Orte, wie Tempel, in denen Götter wohnen,
oder Flüsse und Meere, die Geheimnisse bergen, sondern die Wissenschaft
bestimmt heute größtenteils unser Verständnis von der
Welt. Die Beweisbarkeit ist zum wichtigsten Gradmesser für das
geworden, was wir als Wirklichkeit empfinden.
Wenn
wir von "klein" sprechen, so meinen wir "nicht bedrohlich". Die Überschaubarkeit
bietet uns Halt und Sicherheit in der Empfindung und Wahrnehmung. Unsere
eigene Größe, das eigene Bewusstsein, wird zum Referenzpunkt.
Denn wo sonst können wir einen Maßstab anlegen? Wir sprechen
von einem Weltall, dessen Alter auf unvorstellbare 5 Milliarden Jahre
geschätzt wird! Wir diskutieren darüber, ob sich dieses All
weiter ausdehnt oder doch letztendlich kollabiert! Um dann möglicherweise
wieder von neuem zu entstehen?
Die kleine Welt wird zum Rückzugsort, dessen Grenzen durch uns
selbst definiert werden.
Die Fachhochschule München, Studiengang Fotodesign
Der Studiengang Fotodesign, Fachbereich Gestaltung, an der Fachhochschule
München ist aus einer Integration der ehemaligen "Staatlichen Fachakademie
für Fotodesign München" im Jahr 2002 hervorgegangen.
Die 1900 gegründete "Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie",
später "Bayerische Staatslehranstalt für Photographie", mit
ihrem traditionellen Standort in der Schwabinger Clemensstraße
ist 2004 aufgelöst worden. Modernisiert werden jetzt in einem gemeinsamen
Fachbereich Gestaltung die Studienschwerpunkte Kommunikations-design,
Industriedesign und Fotodesign als die wichtigen Säulen der Ausbildung
vermittelt.
Aus der ehemaligen Traditionsstätte sind FotografInnen und Kameramänner
hervorgegangen wie Frantisek Drtikol, Frank Eugene Smith, Germaine Krull,
Willy Zielke, Peter Keetmann, Floris M. Neusüss, Lotte Jacobi oder
Jürgen Teller.
Die Studenten werden sowohl in technisch-fachpraktischer als auch in
künstlerisch-kreativer Hinsicht an die späteren beruflichen
Felder herangeführt. Von Architektur, Bildjournalismus, Experimental-fotografie,
Landschaft, Mode, Portrait, Sach- und Werbefotografie bis hin zu den
Bereichen Film und Video erstreckt sich der Kanon der gelehrten Gebiete,
ergänzt mit Foto-, Film- und Kunstgeschichte, Gestaltungslehre
und technischer Theorie.
In diesem Wintersemester startet das neue Bachelor-Studium und führt
die bisher getrennt agierenden Studienrichtungen Foto-, Industrie- und
Kommunikationsdesign enger zusammen. Sie bilden nun eine gemeinsame
Plattform der Gestaltung.
Im kommenden Frühjahr ist der Umzug unter ein gemeinsames Dach
in der Infanteriestraße geplant.
Ausstellungseröffnung: Montag, 14. November 2005, um 18.00
Uhr
Ausstellungsdauer: 15. November bis 18. Dezember 2005
Öffnungszeiten: Di. 14 - 18 Uhr, Sa/So. 15 - 18 Uhr
Kontakt:
Anette Frankenberger
Kunstbunker Tumulka
Prinzregentenstraße 97 a
81677 München
Tel. 089 / 45 55 55-41
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