Fotos von Moshe Shai

the poor - the state - the rich | to acknoledge or to ignore
JUNGE FOTOGRAFEN AUS ISRAEL

pressetermin: 19. november, 11 - 14 h
ausstellungseröffnung: 19. november, 19 - 21 h
ausstellungsdauer: 20. november - 30. dezember 2001
öffnungszeiten: mittwoch - freitag 14 - 18 h, sonntag 15 - 18 h




Vom 19. November bis 30. Dezember 2001 zeigt der Kunstbunker Tumulka Arbeiten von 12 israelischen Fotografen, die sich mit der sozialen Wirklichkeit in Israel auseinandersetzen. Dabei zeigen sie jeweils in sehr individueller Sichtweise das jeweilige Lebensgefühl, aber auch sozialkulturelle Probleme. Es werden Fragen z.B. nach der Chancengleichheit oder dem Auseinanderdriften des sozialen Gefüges gestellt. Die Ausstellung ist somit eine optische Strukturanalyse zur sozialen Situation im modernen Staat Israel.

 
Die Fotografen:

Eyal Ben Dov
Seine Fotoserie entstand im Jerusalemer Wohnviertel Musrara, das sich an der Nahtstelle zwischen Ost und West der Stadt befindet, und zwischen jüdischen und arabischen Bewohnern trennt. Musrara ist ein armes Viertel, das Ende der 60er Jahre die erste soziale Protestbewegung Israels hervorbrachte.

Yosaif Cohain
Seine Fotoserie machte er in Caesaria, in einer der reichsten und prestigevollsten Wohngegenden Israels, Heimat der "Neureichen".

Dorit Figovich Goddard
Ihre Bilder entstanden in einer vernachlässigten Straße in Tel Aviv. Die Künstlerin spricht selbst von der "Lyrik der Vernachlässigung"

Vardi Kahana
Ihre Fotografien wurden in der Umgebung der Wohnorte des Wohlstandes aufgenommen. Die Dargestellten selbst entschieden sich dafür, in der Machtposition des Geldes abgelichtet zu werden.

Yael Katz Ben Shalom
Ihre Fotos entstanden in einer arabischen Schule in Jaffa, im Rahmen eines Projektes, das Katz Ben Shalom für Treffen zwischen arabischen und jüdischen Schülern der Nachbarschaft initiierte - ohne Erfolg.

Joel Kantor
Seine Serie umfasst Fotografien verschiedener Orte, die versuchen Identität im Zusammenhang zum Ort zu definieren. Beispielsweide das Shoppingcenter, zu dem der Hund gebracht wird, um frisiert zu werden und im Gegensatz dazu ein palästinensisches Flüchtlingslager, gezeichnet von Armut und Hunger.

Guy Ruz
Seine Fotoserie entstand in seinem Wohngebiet, im Süden Tel – Avivs, das Industrie- und Handelsgebiet der Stadt, dessen Stadtbild heute von Fremdarbeitern aus verschiedenen Kulturen geprägt wird. Die meisten Menschen besitzen keine Aufenthaltsgenehmigungen für Israel, trotzdem entwickeln sie sich zu einem Teil der soziokulturellen Landschaft der Stadt.

Moshe Shai
Seine Fotoserie wurde in einem israelischen Gefängnis aufgenommen. Alle Fotografierten kommen aus sozioökonomisch niedrigen Verhältnissen. In ihrem Blick, den sie auf die Kamera richten, gibt es eine Art Widerstand gegen die Gesellschaft, die ihre Benachteiligung bewusst hervorrief.

Hanan Shafir
Seine Fotoserie zeigt einen Beduinenstamm, der aus dem Süden Israels in das Gebiet um Jericho gewandert ist. Die Beduinen Israels sehen sich selbst als eine benachteiligte Bevölkerung, der ihr Land weggenommen wurde.

Hanna Sahar
Ihre Fotoserie zeigt das Nachtleben der Prostituierten und Drogenhändler.

Efrat Shalem
Ihre Fotoreihe entstand an sehr verschiedenen Orten, denen allen gemeinsam ist, dass sie Tatorte von Morden sind. Die Mehrheit dieser Orte diente in der Vergangenheit als Mordszenerie, und eine Minderheit von ihnen besitzt in den Augen der Fotografin ein Potential für zukünftige Morde.

Wir würden uns freuen, wenn Sie über diese Ausstellung berichten und sie in Ihren Veranstaltungshinweisen berücksichtigen könnten. Fortomaterial erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Zur Ausstellung erscheint eine Zeitung (englisch / hebräisch)

Die Ausstellung wird unterstützt von:
Auswärtiges Amt, Berlin
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Goethe Institut, Tel Aviv

Kuratorin: Yael Katz Ben Shalom (Tel Aviv)
   
 

 

 

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