formation
ausstellungseröffnung: montag 29. märz
2004, 19 h
ausstellungsdauer: 31. märz - 2. mai 2004
öffnungszeiten: dienstag 14 - 18 h, samstag/sonntag 15 -
18 h
In der Ausstellung FORMATION werden die Arbeiten junger
Münchner Künstler gezeigt. Die Arbeiten sind entweder
raum- oder ortsbezogen. Die Auseinandersetzung mit dem im zweiten
Weltkrieg entstandenen Refugium ruft Geschichten hervor, die dem
Alltag entstammen.

Stefan Lenharts Installation handelt von einem Kinderspiel,
bei dem der Spielraum eingeschränkt ist. - was passiert,
wenn das vertraute Handeln nicht umsetzbar ist? Ist der Gang im
Bunker nicht vergleichbar mit der "Reise nach Jerusalem"? Vor
einigen Jahren berichtete Frau Böck auf beeindruckende Weise
von ihren Erfahrungen im Bunker - während einem Luftangriff
stand sie dort einmal vor verschlossenen Türen.
Auch bei Jens Gramberg ändern sich die Gewohnheiten:
Displacements in Form von Notschränken oder Übermalungen
von Alltagsgegenständen mit leuchtender Farbe lassen einen
geheimnisvollen Gefahrenraum entstehen.
Mit dem Gedanken von aufbewahren, sammeln und verhüllen des
Privaten agiert die Installation von Alex Rath. Hier befinden
wir uns im vierten Stock im Keller.

Ariane Kollar und Roman Lang arbeiten mit der
beklemmenden Situation des Ortes, Malerei und Installation ragen
ineinander - eine heile Welt ist weit entfernt. Daniel Ulrich
arbeitet mit seiner direkten Umgebung wie ein Chamäleon -
Naturphänomene werden im hermetisch abgeschlossenen Raum
gezeigt. Torsten Hink zeigt uns Fallschirmspringer, die
scheinbar an der Bunkerwand vorbeifliegen. Wir projizieren doch
auch ständig Bilder an die Wand. So auch Frank Neumann
in seinem Film "Tag eins": eine Maschine wandert durch einen Raum
und produziert einen Höllen-Lärm. Im Gegensatz dazu
sind die Projektionen von Manuel Almagro kontemplativ -
in der Bildebene lassen sich viele Schichten erkennen. Tierisch
... ist die Animation von Florentine Neumann.
Gisela Parak nimmt uns mit in einen Sprachkurs. Angeblich
logische Systeme werden auf ihr Regelwerk hin geprüft und
hinterfragt. Aber: Antworten werden sie nicht bekommen. Sie werden
in der Ausstellung auch vergeblich nach dem Wortteil IN suchen
- es ist am Betrachter, die vorgefundenen "Gefäße"
mit Inhalt zu füllen. Viele verschiedene Medien werden in
dieser Ausstellung eingesetzt und formieren sich. Informieren
Sie sich!
Alle Künstler verbindet ein Name: Ben Willikens, Rektor
der Akademie der Bildenden Künste München - er wird
die Einführungsrede halten.