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kleine
welten
ausstellungseröffnung: montag 14.
november 2005, 18 h
ausstellungsdauer: 15. november - 18. dezember 2005
öffnungszeiten: dienstag 14 - 18 h, samstag/sonntag 15 - 18
h
Kunstbunker Tumulka zeigt Arbeiten von Fotodesign-Studenten der
Fachhochschule München
19 Studenten aus dem Studiengang Fotodesign der Fachhochschule München
haben sich im Rahmen eines Kunstprojektes zusammen-geschlossen:
Unter Leitung ihres Dozenten Franz Birkner zeigen sie Fotografien,
Videos und Installationen unter dem Titel "Kleine Welten".

Ab 15. November sind im Kunstbunker Tumulka die Arbeiten
der Nachwuchs-Künstler (7. Fachsemester) zu sehen, die von
sehr persönlichen Annäherungen bis hin zu abstrakt-begrifflichen
Auseinandersetzungen mit dem Thema "Kleine Welten" reichen. Abgekapselt
durch fensterlose, dicke Mauern, auf sechs Stockwerke in dem ehemaligen
oberirdischen Luftschutzbunker verteilt, erhalten die Arbeiten ihren
Schutzraum, einen ureigensten Ort für die Inszenierung der
Gedanken.

Jeder von uns definiert sich seine "Welt" mit einem
anderen Begriff: Menschheit, Erde, Ewigkeit - oder Weltraum als
ein "die Erde umgebender Raum"? Der Begriff "Welt" ist eng verbunden
mit dem Verständnis des Menschen von seiner Umwelt. Aus den
mystischen Welten der Vergangenheit wurde ein naturwissenschaftlich
geprägtes Verständnis der Gegenwart: Nicht mehr mystische
Orte, wie Tempel, in denen Götter wohnen, oder Flüsse
und Meere, die Geheimnisse bergen, sondern die Wissenschaft bestimmt
heute größtenteils unser Verständnis von der Welt.
Die Beweisbarkeit ist zum wichtigsten Gradmesser für das geworden,
was wir als Wirklichkeit empfinden.

Wenn wir von "klein" sprechen, so meinen wir "nicht bedrohlich".
Die Überschaubarkeit bietet uns Halt und Sicherheit in der
Empfindung und Wahrnehmung. Unsere eigene Größe, das
eigene Bewusstsein, wird zum Referenzpunkt.
Denn wo sonst können wir einen Maßstab anlegen? Wir sprechen
von einem Weltall, dessen Alter auf unvorstellbare 5 Milliarden
Jahre geschätzt wird! Wir diskutieren darüber, ob sich
dieses All weiter ausdehnt oder doch letztendlich kollabiert! Um
dann möglicherweise wieder von neuem zu entstehen?
Die kleine Welt wird zum Rückzugsort, dessen Grenzen durch
uns selbst definiert werden.
Die Fachhochschule München, Studiengang Fotodesign
Der Studiengang Fotodesign, Fachbereich Gestaltung, an der Fachhochschule
München ist aus einer Integration der ehemaligen "Staatlichen
Fachakademie für Fotodesign München" im Jahr 2002 hervorgegangen.
Die 1900 gegründete "Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie",
später "Bayerische Staatslehranstalt für Photographie",
mit ihrem traditionellen Standort in der Schwabinger Clemensstraße
ist 2004 aufgelöst worden. Modernisiert werden jetzt in einem
gemeinsamen Fachbereich Gestaltung die Studienschwerpunkte Kommunikations-design,
Industriedesign und Fotodesign als die wichtigen Säulen der
Ausbildung vermittelt.
Aus der ehemaligen Traditionsstätte sind FotografInnen und
Kameramänner hervorgegangen wie Frantisek Drtikol, Frank Eugene
Smith, Germaine Krull, Willy Zielke, Peter Keetmann, Floris M. Neusüss,
Lotte Jacobi oder Jürgen Teller.
Die Studenten werden sowohl in technisch-fachpraktischer als auch
in künstlerisch-kreativer Hinsicht an die späteren beruflichen
Felder herangeführt. Von Architektur, Bildjournalismus, Experimental-fotografie,
Landschaft, Mode, Portrait, Sach- und Werbefotografie bis hin zu
den Bereichen Film und Video erstreckt sich der Kanon der gelehrten
Gebiete, ergänzt mit Foto-, Film- und Kunstgeschichte, Gestaltungslehre
und technischer Theorie.
In diesem Wintersemester startet das neue Bachelor-Studium und führt
die bisher getrennt agierenden Studienrichtungen Foto-, Industrie-
und Kommunikationsdesign enger zusammen. Sie bilden nun eine gemeinsame
Plattform der Gestaltung.
Im kommenden Frühjahr ist der Umzug unter ein gemeinsames Dach
in der Infanteriestraße geplant.
Kontakt:
Anette Frankenberger
Kunstbunker Tumulka
Prinzregentenstraße 97 a
81677 München
Tel. 089 / 45 55 55-41
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