|








|
|
exit 54 formerly exit 63
MATTHEW MCCASLIN
Matthew McCaslins ebenso komplexen wie bildmächtigen Werk liegt
die Überzeugung zugrunde, daß sich die gesamte Welt als ein System
von Netzwerken begreifen läßt, in denen Energie- und Kommunikationsströme
sich gegenseitig überlagern, verstärken oder auch kurzschließen.
In den Skulpturen und Installationen des inzwischen international
arrivierten New Yorkers (geboren 1957) verbinden sich Kabel, Stecker,
Fernseher, Sound, Lautsprecher, Lampen, Ventilatoren, Glühbirnen
und Uhren zu raumfüllenden Arrangements, in denen die unsichtbare
Infrastruktur unserer technologischen Netze zum plastischen Erlebnis
wird.
Dabei gelingt es Matthew McCaslin die entstandenen Arbeiten in
einer strukturellen Schwebe zwischen Funktionalität und Materialästhetik
zu halten: Einerseits erscheinen die ineinander verschlungenen Kabelschläuche
und die in sie eingebetteten Geräte durchaus als ästhetische Transformationen
ihres ursprünglichen Nutzungszusammenhangs. Andererseits bleibt
die Funktionalität aber jederzeit gewahrt. Sobald sie zu elektrisiertem,
oft durchaus lautstarkem Leben erwachen, verwandelt sich ihr alltägliches,
technisches Instrumentarium in einen organischen, pulsierenden Kosmos,
der von der widersprüchlichen Zusammengehörigkeit von Natur und
Technik kündet.

Eigens für den Kunstbunker Tumulka München hat Matthew McCaslin
die Installation "Exit 54 formerly exit 63" entwickelt, die
wesentlich inspiriert ist von der Raumsituation des Bunkers.
Zur Ausstellung liegt ein Katalog vor, der des bisherige Schaffen
des Künstlers umfassend dokumentiert (DM 45,00)
|
|
|